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01.12.2014 20:26
Von: Olaf Wolf

Händel-Cup geht in die Türkei

Engin Batuhan Menkuer aus der Türkei hat die 11. Auflage des „Internationalen Händel-Cup der Saalesparkasse Halle“, seines Zeichens Cadet-Circuit des Europäischen Fechtverbandes EFC, für sich entschieden. Der 16-jährige bezwang in einem starken Finalgefecht den Italiener Alessandro Perrone klar mit 15:7. Bester Deutscher in Halle war am Samstag der Bonner Lennart Werner auf Rang 18.

Fotos: Norman Rembarz/ Sandra Stockhaus

Rund 200 Starter aus 23 Nationen hatten am Samstag den Kampf um den begehrten „Händel-Cup der Saalesparkasse Halle“ aufgenommen. Neben Malaysia und Kuwait standen in diesem Jahr erstmals auch ägyptische Fechter in der Saalestadt auf der Starterliste.

Engin Batuhan Menkuer löste seine Anfangsaufgabe mit Bravour, blieb im gesamten Turnierverlauf fehlerfrei. Im folgenden Direktausscheid marschierte er mit klaren Siegen in Richtung Finalrunde, setzte sich hier zunächst gegen den Japaner Kenta Suzumura mit 15:12 durch. Halbfinalgegner Tamas Meszaros (Ungarn) musste sich anschließend mit 13:15 dem jungen Türken geschlagen geben. Das Finale machte der dann gegen den Italiener Perrone zur klaren Angelegenheit, siegte am Ende deutlich.

Der Sieg war nicht unerwartet“, meint anschließend Konstantinos Lymperopoulus, Assistent von Florett-Bundestrainer Uli Schreck, der als aufmerksamer Beobachter in Halle weilte. „Menkuer ist als Erster der europäischen Rangliste in das Turnier gegangen, war daher einer der Mitfavoriten“, ergänzt er. Dass die deutschen Vertreter in der Finalrunde der letzten acht nicht zu finden war, ärgerte auch ihn ein wenig. „Von einem Abstand im technischen Bereich kann man sicher nicht sprechen. Die Defizite hier waren wohl eher im mentalen Bereich zu suchen. Daran müssen wir auf jeden Fall arbeiten“, so Lymperopoulus weiter.

Das Mannschafts-Turnier des zweiten Tages entschied die Vertretung Japan 1 durch einen ungefährdeten 45:21-Sieg zu seinen Gunsten. Die Mannschaft Deutschland II mit Tom Gombos (FC Tauberbischofsheim), Leonardo Pichler (OSC Potsdam), Paul-Martin Schröter (SC Berlin) und Rosario Vella (Mannheimer FC) errang durch einen 45:39-Sieg gegen Ungarn Position 3.

Die Platzierungen:

Einzel (196 Starter) 1. Engin Batuhan Menkuer (Türkei), 2. Alessandro Perrone (Italien), 3. Benjamin Frühauf (Ungarn), 3. Tamas Meszaros (Ungarn), 5. Yudai Nagano (Japan), 6. Yutu Ueno (Japan), 7. Olivier de Jong (Niederlande), 8. Kenta Suzumura (Japan), 18. Lennart Werner (OFC Bonn), 19. Leonardo Pichler (OSC Potsdam), 20. Max Tiemann (Fencing Team Bocholt), 28. Paul Dahlkamp (Waldörfer SV), 29. Magnus Hamlescher (OFC Bonn)

Team (21 Mannschaften): 1. Japan 1, 2. Ungarn, 3. Deutschland 2, 4. Singapore 1, 5. Dänemark 1, 6. Niederlande, 7. Schweden, 8. Deutschland 3